


Ein Text von Fiete Neumann
Nach mehreren Monaten intensiver Reha ist Mika zurück im Spielbetrieb: Beim Heimspiel gegen SV Preußen 09 Reinfeld stand er erstmals wieder im Kader und sammelte seine ersten Minuten vor heimischem Publikum.
Für das Trainer- und Physio-Team war der Zeitpunkt bewusst gewählt. „Den richtigen Zeitpunkt findet man, indem man den Spieler im Training beobachtet: Wie sind die Bewegungsabläufe? Wie integriert er sich ins Team nach so langer Zeit?“, erklärt unser Physiotherapeut Richard.
Ein besonderer Moment
Für Mika selbst war die Rückkehr auf den Platz ein emotionaler Augenblick: „Es war ein richtig schönes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen und Teil der Mannschaft zu sein. Dann auch noch zu Hause, vor unseren Fans, meiner Familie und Freunden – das hat den Moment noch einmal besonders gemacht. Man hat auch gespürt, dass sich die Zuschauer gefreut haben.“
Dass dieser Moment gekommen ist, wurde ihm sofort bewusst: „Als Markus mich zur Einwechslung gerufen hat, habe ich gemerkt: Jetzt bin ich wirklich wieder da.“
Eine lange Zeit an der Seitenlinie
Der Weg zurück war vor allem mental herausfordernd – weniger das Training, sondern die Spieltage: „Die schwierigste Phase waren die Wochenenden. Die Jungs spielen zu sehen und selbst nur an der Seitenlinie zu stehen, ohne helfen zu können, das war nicht einfach.“
Gerade in dieser Zeit wurde deutlich, wie wichtig das Umfeld ist: „Meine Eltern und meine Freundin haben mich nach meinem dritten Kreuzbandriss extrem unterstützt. Sie haben mir gezeigt, dass ich dranbleiben muss und kann. Auch die Reha im WKK bei Stefan Witt war überragend. Und die letzten Monate mit Richard auf dem Platz haben mir ebenfalls sehr geholfen.“
Konsequente Arbeit im Hintergrund
In den vergangenen Monaten zeigte Mika genau diese Entwicklung: „Er war von Beginn an immer dabei, hat kaum Einheiten verpasst, seine externe Reha konsequent durchgezogen und auch auf dem Platz in den individuellen Einheiten alles gegeben“, so Richard.
Geduld und Struktur als Schlüssel
Ein Comeback nach einer Kreuzbandverletzung ist immer ein Prozess: „Oft spricht man von neun bis zwölf Monaten bis zur Rückkehr in den Wettkampf. Das sind aber nur Richtwerte. Entscheidend sind viele verschiedene Faktoren. Die ersten Minuten im Spiel sind ein wichtiger Schritt aber nur ein Teil einer erfolgreichen Reha.“
Schritt für Schritt zurück
Die ersten Minuten sind gesammelt – jetzt folgt der nächste Aufbau: „Mika wird in den verbleibenden Spielen weitere Einsatzzeit bekommen, wenn er im Training weiter überzeugt. Zusätzlich werden noch Tests aus der Reha durchgeführt, um ihm Sicherheit zu geben.“

Stimmen aus dem Trainerteam
Auch das Trainerteam hebt Mikas Entwicklung hervor: „Mika hat seit dem Winter wieder mit der Mannschaft trainiert. Er ist, glaube ich, fitter als vor seiner Verletzung und hat jeden Tag eigenständig an seinem Comeback gearbeitet – ein Beispiel für andere Spieler.“
Gleichzeitig bleibt der Plan klar: „Für Mika ist es jetzt wichtig, so viele Spielminuten wie möglich zu sammeln, um ein gutes Gefühl für die nächste Saison zu bekommen. Trotzdem werden wir ihn weiterhin Schritt für Schritt und behutsam an die nächsten Aufgaben heranführen.“
Ein Comeback mit Wirkung
Nicht nur für Mika selbst ist die Rückkehr ein wichtiger Schritt – auch für die Mannschaft: „Mika ist immer für Tore gut. Wenn ein Spieler nach so einer Verletzung wieder ohne Einschränkungen zurückkommt, gibt das der gesamten Mannschaft einen Push.“
Der Blick nach vorne
Auch Mika selbst richtet den Fokus nach vorn: „Ich bin einfach froh, dass ich die ersten Minuten wieder sammeln durfte. Jetzt freue ich mich darauf, in den nächsten Wochen wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen, Spiele zu gewinnen und Schritt für Schritt mehr Einsatzzeit zu bekommen.“
Ein Comeback, das nicht mit einem Moment endet – sondern gerade erst beginnt.