


Ein Text von Fiete Neumann
Der Auswärtscoup an der dänischen Grenze hat gutgetan: Mit dem hart erkämpften 2:1-Sieg beim formstarken TSB Flensburg belohnte sich der Heider SV für einen couragierten Auftritt und kletterte mit sieben Zählern auf Tabellenplatz 11. Am kommenden Wochenende steht das nächste richtungsweisende Heimspiel an. Zu Gast ist der TuS Rotenhof, der mit sechs Punkten dicht im Nacken sitzt und die Liga bereits mit offensiver Durchschlagskraft aufgemischt hat.
Die Erleichterung nach dem Dreier in Flensburg war allen Beteiligten anzumerken. Nach turbulenten Wochen zeigte die Mannschaft genau die Geschlossenheit, die Zweikampfhärte und die Ruhe am Ball, die in den engen Phasen gefordert waren. Leif sah viel Positives, weiß aber genau, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss:
„Gegen Flensburg war schon einiges gut, insbesondere in der Teamleistung gegen den Ball und dem gemeinschaftlichen Auftritt, sowieden fußballerischen Inhalten in der ersten Halbzeit. Aber gerade in einigen Phasen war unser Spiel dann noch etwas zu wild, wenngleich ich das den Jungs im Moment absolut zugestehe. Da wollen wir in bestimmten Momenten ruhiger bleiben und unsere Angriffe sauberer, schneller und einfach qualitativer zu Ende spielen. Gegen Rotenhof geht es für mich vor allem darum, unsere Abläufe noch konsequenter und klarer umzusetzen unter derselben Intensität gegen den Ball als Gruppe – dann können wir den nächsten Schritt machen.“
Reifeprozess der jungen Garde: „Lernwillig, demütig, aber nicht ängstlich“
Dass das Spiel phasenweise noch unruhig wirken kann, liegt auch an der Neuausrichtung: Im Sommer wurden einige junge Talente direkt ins kalte Wasser geworfen. Für Leif verläuft deren Entwicklung absolut vielversprechend:
„Die Jungs machen das bisher wirklich gut. Der Schritt in den Männerfußball, in die Oberliga, ist groß – gerade was Tempo, Härte und taktische Disziplin angeht. Aber sie nehmen die Herausforderung sehr gut an, sind lernwillig, demütig, aber nicht ängstlich und sie entwickeln sich von Woche zu Woche weiter. Natürlich gibt es noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen, aber ich bin mit ihrem bisherigen Reifeprozess sehr zufrieden und traue ihnen noch einiges zu.“
Tabellennachbar mit treffsicherer Offensive
Der TuS Rotenhof rangiert aktuell mit sechs Punkten auf Platz 13 und reist mit einem Torverhältnis von 11:15 an. Die Gäste stellen regelmäßig unter Beweis, wie gefährlich sie im Umschaltspiel sind. Vor allem zwei Akteure stechen im Offensivverbund heraus:
Zusätzlich sorgt ein bekanntes Gesicht für Gesprächsstoff: Mit Neuzugang Jann Ole Fiebelkorn kehrt ein Akteur an den Platz zurück, der in der Saison 2021/22 das HSV-Trikot trug.
Volle Wachsamkeit gegen die Umschaltmomente
Mit einem Torverhältnis von 9:18 auf Heider Seite liegt das Hauptaugenmerk weiterhin auf der defensiven Absicherung. Gegen die Rendsburger darf sich die Hintermannschaft keine einfachen Ballverluste im Aufbau erlauben. Gelingt es, Rotenhofs Tempo früh abzukochen und die eigenen Ballbesitzphasen mit der nötigen Schärfe auszuspielen, bieten sich gegen die anfällige TuS-Defensive (bereits 15 Gegentore) beste Räume für den zweiten Ligasieg in Serie.
Heider SV gegen TuS Rotenhof – am Samstag, 05. September 2026 (Anstoß 14 Uhr) im Stadion an der Meldorfer Straße. Wir freuen uns auf euren Support!