


Das Hallenturnier in Geesthacht hatte für uns von Beginn an eine klare Aufgabe: Vorbereitung. Vorbereitung auf das, was im Januar mit den Lotto Hallenmasters in Kiel ansteht. Und genau dafür war dieser lange, intensive Turniertag wichtig – auch wenn das Ende wehtat.
Der Start ins Turnier verlief ordentlich. Gegen Dynamo Schwerin konnten wir uns mit 4:2 durchsetzen und direkt zeigen, dass wir in der Halle präsent sind. Im zweiten Spiel gegen den FC Kilia Kiel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die folgerichtig mit 2:2 endete.
Im dritten Gruppenspiel mussten wir gegen Dassendorf eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Kein Beinbruch, aber ein Spiel, das uns gezeigt hat, wie eng und schnelllebig Hallenfußball sein kann. Umso wichtiger war die Reaktion danach: Gegen den SV Curslack-Neuengamme gewannen wir ein torreiches Spiel mit 4:3 und sicherten uns damit den Einzug ins Viertelfinale.
Dort wartete mit TSB Flensburg ein starker Gegner – und ein Spiel, das wohl allen noch lange im Kopf bleiben wird. In einer extrem intensiven Partie mussten wir uns am Ende mit 4:5 geschlagen geben. Der entscheidende Treffer fiel in der letzten Sekunde – bitterer geht es kaum.
Trotzdem: Genau solche Spiele gehören zur Halle dazu. Oder wie Trainer Markus Wichmann es nach dem Turnier treffend einordnete: „Von Anfang an war dieses Turnier als wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf die Lotto Hallenmasters gedacht. Gerade aus solchen Spielen lassen sich wichtige Lehren ziehen – etwa, wie schnell sich Partien in der Halle drehen können und wie entscheidend Konzentration bis zur letzten Sekunde ist.“
Gleichzeitig war Geesthacht auch eine wichtige Standortbestimmung. Der Kader für die Lotto Hallenmasters steht noch nicht endgültig fest. Einige Entscheidungen werden erst nach weiteren Trainingseindrücken getroffen. Das Turnier hat aber geholfen, Erkenntnisse zu sammeln – sowohl aus den Siegen als auch aus dieser bitteren Niederlage.
Abseits des eigenen Abschneidens bleibt festzuhalten: Das Turnier war gut organisiert, mit vielen starken Mannschaften und einem hohen sportlichen Niveau.
Unser Fazit: Wir nehmen viel mit – Positives wie Kritisches. Der 4:1-Vorsprung, aber auch der Einbruch am Ende, zeigen, wie schmal der Grat in der Halle ist. Der Blick geht jetzt nach vorne. Nächster Halt: Lotto Hallenmasters Kiel.